Jeder unserer Küsse war wie eine Droge für mich. Ich brauchte ihn und ich war süchtig nach ihm. Ich liebte den Moment indem ich seinen Geruch bei einem zarten Kuss einatmete. Ich vergrub meine Hände hinter seinem Nacken und zog ihn enger an mich heran. "Du bist einzigartig!", flüsterte er mir während eines Kusses ins Ohr. Ich erschauderte. Dann machte er sich von mir los. Enttäuscht sah ich ihn an. Ich hatte auf mehr Küsse voller Wärme und Hoffnung gewartet. Dann aber verstand ich sein Spiel. Er schwamm ein Stück davon und plötzlich wurde mir kalt. Ohne ihn war das Wasser nicht mehr warm. Er war es, der es gewärmt hatte, ebenso wie er mich wärmte. Mit einem Satz stieß ich mich vom Boden ab und schwamm ihm hinterher. Er schien mich magisch anzuziehen. Ich könnte schreien, lachen, tanzen vor Glück und schlang ihm von hinten meine Hände um den Hals. Er drehte sich um und belohnte mich mit einem Kuss. Er sah mir tiefer in die Augen, und in dem Moment wusste ich dass er derjenige war den ich liebte. Wir tanzten miteinander einen Wassertanz, wir waren fröhlich und mir kam es vor als wären wir füreinander bestimmt. Wir flüsterten uns Zärtlichkeiten ins Ohr und bespritzten uns mit Wasser. Und zwischendurch tauschten wir Küsse aus, die ich so sehr liebte. Es kam mir vor als würde ich ihn mein Leben lang kennen. Nicht erst seit gestern. Er kam mir so vertraut vor, so perfekt. 'Ist er nicht nur ein Ersatz für Ryan?', eine kleine Stimme schlich sich in meine Gedanken. "Nein!", sagte ich laut. Jason sah mich fragend an. "Nein!", wiederholte ich und dann küsste ich ihn endgültig.
Es war ein wunderschöner Traum gewesen. Ich drehte mich um und dachte daran zurück. Zu schön um wahr zu sein. Wir hatten uns geküsst, uns geliebt und er war Mein gewesen. Da registrierte ich es. Sand. Zwischen meinen Fingern. Ich traute mich kaum die Augen zu öffnen. Und doch tat ich es. Es war Wirklichkeit. Ich schlug die Augen auf. Ich hätte singen können. Suchend drehte ich mich um. Er war nicht da. Wie ein Schlag kam es über mich. Er war nicht da. Nicht da. Ich sank zu Boden. War das alles nur ein Scherz gewesen? Hatte er sich nur vergnügen wollen, und mich hier zurückgelassen? Eine Träne trat in mein Auge. Ich wischte sie nicht weg. Ich stand auf. Mein BH war verrutscht, und ich langte nach dem T-Shirt, welches neben mir lag um es anzuziehen. Daneben lag ein Zettel.
Ich bin zurück bis du aufwachst.
Zu spät. Wo war er? Ich setzte mich auf, wischte den Sand von meinen Beinen und stand unsicher auf. Mein Kopf dröhnte. Was hatte ich nur getan? Ich sammelte mein Handy und die Handtasche ein, und wollte mich schon darauf vorbereiten den Weg zu laufen, als ich das Auto hörte. Mein Herz machte einen Sprung und ich wurde glücklich. Das musste er sein. Und es musste eine Erklärung geben warum er weg gewesen war. ich schlüpfte in meine Jeans und lächelte ihn an. Seine Haare standen in alle Richtungen ab, aber er strahlte. In seinen Händen trug er einen Becher von 'Starbucks' und eine Tüte mit Donuts. "Du bist zurückgekommen!", sagte ich schlicht, als wäre das alles was zählt.
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